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Getreidearten

WEIZEN

Der Weizen gehört zu den ältesten Getreidearten. Er wird heute auf der ganzen Welt angebaut.
Die Teigwaren aus dem vollen Weizenkorn schmecken kräftiger und würziger, als Produkte aus Weißmehl. Und im Gegensatz zu den Produkten aus Auszugsmehl sind sie keine Dickmacher! Der Weizen ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Kieselsäure.


BUCHWEIZEN (auch Heidekorn, Schwarzepolenta)

Der Buchweizen ist eine krautartige Pflanze. Er wird besonders in Heidegegenden und im hohen Norden angebaut.
Buchweizen gehört zur Familie der Knöterichgewächse und nicht zu den Gräsern wie unser Getreide. Da er aber ähnlich wie alle anderen Getreidearten zu Brot, Gebäck, Brei und Grütze verarbeitet wird, führen wir ihn hier an. Seine kleinen, dreieckigen Früchte erinnern an Bucheckern, wenn sie auch kleiner sind. Wahrscheinlich hat er daher seinen Nahmen erhalten. Der leicht verdauliche Buchweizen enthält neben anderen Mineralstoffen besonders viel Eisen und Phosphor und die wichtige Aminosäure Lysin, die für das Knochenwachstum verantwortlich ist.


DINKEL (auch Schwabenkorn)

Der Dinkel gehört zu den Urgetreidearten. Der Name Schwabenkorn verrät uns sein Anbaugebiet. Da diese Getreideart sehr anspruchslos ist, wächst er auch noch auf sehr kargen Böden und verträgt ein rauhes Klima. Der Dinkel enthält Kohlehydrate, Eiweiß, Ballasstoffe, Spurenelemente, Vitamine und Aufbaustoffe. Bei Diäten ist der Dinkel als Grundnahrungsmittel äußerst empfehlenswert!


GRÜNKERN

Grünkern wird aus Dinkel hergestellt. Dabei wird der Dinkel unreif geerntet und sofort geröstet. Dadurch erhält der Grünkern ein pikant-würziges Aroma. Deshalb verwendet man ihn besonders gerne als Suppeneinlage und bereitet Bratlinge aus ihm zu.


ROGGEN

Der Roggen ist eine anspruchslose, sehr widerstandsfähige Getreideart und wird vor allem in Mittel- und Nordeuropa angebaut. Sein Ursprungsland ist Rußland. Dank seiner Widerstandsfähigkeit - er keimt noch nahe dem Gefrierpunkt - wird er fast ausschließlich als Winterroggen angebaut. Der Roggen ist reich an Vitamin B und wertvollen Mineralstoffen. Zum Brotbacken ist er sehr geeignet und beliebter als Weizen. Das Roggenprotein ist auch ernährungsphysiologisch wertvoller als das vom Weizen.


MAIS

Der Mais stammt aus den tropischen Gebieten Amerikas. Er gedeiht auf milden, humusreichen, vor allem aber auf feuchten Böden. Die harten, gelben Maiskörner sind reich an Kalium, Magnesium, Eisen, Phosphor und Kieselsäure. Besonder reich ider Mais aber an Karotin. Bitte achten Sie darauf, keinen harten "Popcorn-Mais" zu verwenden.


REIS

Der Reis ist neben Mais und Weizen die am weitesten verbreitete Getreideart. Seine Heimat ist Asien, aber mittlerweile wird er in allen warmen Ländern angebaut, z.B. in Italien. Ein Reiskorn besteht aus zwei Schalen: dem äußeren Spelz und dem sogenannten Silberhäutchen. Dieses Silberhäutchen enthält wichtige Mineralstoffe, Vitamine (B), Ballaststoffe, Eiweiß und Fett. Der allbekannte weiße Reis wird, der Haltbarkeit wegen, geschält, geschliffen und poliert. Somit fehlt ihm der Spelz und Silberhäutchen und die damit enthaltenen wichtigen Inhaltsstoffe. Wie wichtig diese Inhaltsstoffe sind, kann man an der Vitaminmangelerscheinung, der Beriberi-Krankheit in Ostasien erkennen. Beim Vollkornreis wird lediglich die harte Schale, der Spelz, entfernt. Das Silberhäutchen bleibt erhalten. Er enthält deshalb alle wichtigen Stoffe und ist daher ein Vollwertprodukt. Der Naturreis ist sehr schmackhaft und sehr leicht verdaulich. Er wirkt stark entwässernd. Bei Diäten, Rheuma-, Gefäß- und Herzerkrankungen kann man ihn nur empfehlen.


HIRSE

Die Hirse enthält alle lebenswichtigen Vitamine und Mineralstoffe. Sie ist wegen ihres hohen Gehlts an Kieselsäure und Fluor zum Aufbau und zur Kräftigung von Haut, Nägeln, Haaren und Zähnen hervorragend geeignet. Die Hirse ist ein außergewöhnlich anspruchsloses Getreide und gedeiht sogar auf den kärgsten Böden. Aus diesem Grunde ist sie für Länder, wie Asien, Südamerika, Afrika, aber auch Rußland und Rumänien lebenswichtig.


SOJA

Die Sojapflanze wurde ursprünglich nur in Asien angebaut. Heute findet man sie auch in Europa und Nordamerika. Da die Samen einen hohen Anteil an Eiweiß haben (40%) eignet sich das Mehl vorzüglich für eine fett-, kalorienarme und dennoch eiweißreiche Ernährung. Somit ist es bei Diäten sehr beliebt.


HAFER

Der Hafer wächst in feuchten, kühlen Gebieten. Auch in Hochgebirgslagen und im Polarkreis ist Hafer anzutreffen. Der Hafer ist das Getreide mit dem höchsten anteil an hochwertigem Eiweiß und Fett. Er enthält wichtige Vitamine (Vitamin B) und Mineralstoffe, besonders aber viel Jod. Jod beeinflusst die Funktion der Schilddrüse, welche für die Hormonvorgänge verantwortlich ist. Durch die enthaltenen Kohlehydrate ist Hafer für darmempfindliche Menschen sowie auch für Säuglinge und Kinder empfehlenswert. Durch letzte Untersuchungen wurden alte Behauptungen bestätigt: Hafer steigert die körperliche, geistige Leistungskraft und fördert das Wachstum! Übrigens: Hafer enthält viel Vitamin E (das Vitamin der Schönheit).


GERSTE

Die Gerste ist eine der ältesten Getreidearten. Sie ist auf dem gesamten Erdball sehr verbreitet. Sie reift sowohl in den tropischen Gebieten, als auch im Polarkreis; sogar in Südtirol ist sie anzutreffen. Die Gerste ist sehr reich an Vitaminen, Kalium, Kalzium, Phosphor und Kieselsäure und enthält von allen Getreidesorten die meisten Mineralstoffe. Der erfrischende Gerstenschleim ist vor allem bei darmempfindlichen Menschen und Kranken sehr beliebt. Die Gerste ist leicht verdaulich und bei Fieber hilft sie durch ihre kühlende Wirkung. Übrigens: die Vollwertigkeit misst man an der Größe der Rollgerste.

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